Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Braunschweig

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Inhalt: Kanalbrücken

Der Mittellandkanal (MLK) kreuzt im Bereich von MLK-km 150,400 bis MLK-km 152,500 zwischen Seelze und Garbsen als Dammstrecke das Leinetal.

Alte Leinebrücke Die Vorflut der Leine wurde bis 1999 durch zwei Kanalbrücken, die Leinestrom- und die Leineflutbrücke, sichergestellt. Beide Kanalbrücken sind stählerne Dreifeldbrücken, die für die Schifffahrt einen Rechteckquerschnitt mit einer Wasserspiegelbreite von 24,00 m und einer Wassertiefe von 3,00 m besitzen. Der wasserführende Querschnitt beträgt 72 m². Beide Kanalbrücken wurden 1917 in Betrieb genommen.

 Angesichts der gestiegenen Beanspruchung des Kanalbetts und seine Anlagen durch die stetige Entwicklung der Schifffahrt, haben Bund und Länder den Ausbau des MLK gemeinsam beschlossen und finanziert.

Der Ausbau des MLK erfolgt nach den Richtlinien für Regelabmessungen des nord-westdeutschen Kanalnetzes vom 06. Juni 1990. Sowohl die MLK-Strecke im Leinetal als auch die vorhandenen Kanalbrücken genügen nicht den in den v.g. Richtlinien enthaltenen Regelquerschnitten.


Leinequerung Gemäß den „Richtlinien für Regelabmessungen des nord-westdeutschen Kanalnetzes“ wird für den Verkehr mit Schubverbänden (SV) und Großmotorgüterschiffen (GMS) bei einem Ausbau im Rechteckprofil eine Wasserspiegelbreite von 42,00 m und eine Wassertiefe von 4,00 m benötigt. Beide alten Kanalbrücken waren damit für diese Regelschiffe zu schmal und hatten eine zu geringe Wassertiefe. Da die Kanalbrücken ein Alter von rd. 80 Jahren hatten und altersbedingt ohnehin mittelfristig durch Neubauten hätten ersetzt oder mit erheblichen technischem und finanziellem Aufwand grundinstandgesetzt werden müssen, kam eine Verbreiterung und Vertiefung der vorhandenen Brücken, soweit technisch überhaupt möglich, auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Betracht. Die Kanalbrücken wurden daher zur Anpassung an den Ausbau der Kanalstrecke durch Neubauten ersetzt.

 Da während der Bauzeit der Kanalbrücken der Schiffsverkehr nicht eingestellt werden konnte war der Neubau einer zweiten Leinefahrt unumgänglich. Diese zweite Leinefahrt wurde nördlich der vorhandenen Kanaltrasse hergestellt.

Seit Inbetriebnahme der zweiten Leinefahrt in 1999 wird der Schiffsverkehr über diese neue Leinefahrt abgewickelt. Die Alte Fahrt und die alten Kanalbrücken bleiben zunächst in ihren jetzigen Abmessungen erhalten und werden als Umleitungsstrecke bei Inspektions- und Unterhaltungsarbeiten an der Zweiten Fahrt und den neuen Kanalbrücken solange genutzt, wie wirtschaftlich vertretbar.


Leinequerung Die neuen Kanalbrücken erhielten jeweils einen trapezförmigen Trogquerschnitt mit 55,0 m Wasserspiegelbreite, 4,00 m Wassertiefe (Oberkante Trogboden auf NN + 46,30 m) und 1 : 3 geneigten Trogwänden. Der wasserführende Querschnitt beträgt jeweils 172 m².